Eine Frau ist kein kleiner Mann
Gendermedizin im 21.Jahrhundert
Die am 6. Juni einstimmig, von der Landesregierung; beschlossene Spitalsreform hat in den vergangenen Monaten immer wieder für hitzige Diskussionen gesorgt. In den nächsten 10 Jahren sollen durch den Abbau von 778 Spitalsbetten, Zusammenlegungen und Umwandlungen von Abteilungen, 2,3 Mrd Euro eingespart werden.
Von den Einsparungen betroffen ist auch, die, im AKH Linz, angesiedelte Gynäkologie, die samt Primar und sieben Ärzt_innen in die benachbarte Landes-Frauen- und Kinderklinik (LFKK) ausgelagert wird. Im AKH verbleibt „lediglich“ ein „Sozialmedizinisches Zentrum für Frauenheilkunde“, um die Durchführung der Fristenlösung, in einem öffentlichen Krankenhaus, weiterhin garantieren zu können.
Jedoch kann die Sicherung der Fristenlösung nicht vollständig über die, für Frauen dennoch sehr problematische, Auslagerung der Gynäkologie hinwegtäuschen. Um optimale Behandlungsmethoden garantieren zu können braucht es nämlich ein Netzwerk vieler Fachrichtungen inklusive Spezialist_innen, die bei Bedarf vor Ort sofort reagieren können. Eine Tumorchirurgie oder diverse Spezialambulanzen sind für eine moderne Frauenheilkunde genauso unerlässlich, wie gynäkologische Untersuchungen selbst.
Genau dieses Zusammenspiel konnte im AKH Linz bisher immer sichergestellt werden, wird von der neuen Spitalsreform jedoch weitgehend unterbunden.
Positiv ist hingegen die Ansiedlung der Gendermedizin im „Sozialmedizinischen Zentrum für Frauenheilkunde“ im AKH, die vor allem in den letzten Jahren zu vielen neuen Erkenntnissen geführt hat.
Zum Abschluss daher noch ein paar Punkte zum Thema Gender-Medizin:
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Frauen und Männer erleben Gesundheit, nicht nur auf Grund von biologischen Unterschieden (z.B. Hormone), sonder auch auf Grund der ihnen von der Gesellschaft zugeteilten Rollenbilder anders.
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Laut der Informationsbroschüre „Frauen Leben Gesundheit; Zusammenhänge, Fakten, Tipps“ von der Bundeskoordination Frauengesundheit, müssen Frauen sich z.B. doppelt so oft untersuchen lassen, damit ihre Beschwerden ernstgenommen werden und trotzdem werden organische Erkrankungen öfters übersehen. Beschwerden werden eher psychosomatisch interpretiert und Depressionen leichter diagnostiziert.
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Frauen haben laut dem Gesundheitsministerium für Gesundheit häufigere Krankenhausaufenthalte und einen höheren Medikamentenkonsum.
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Auch wirken verschriebene Medikamente bei Frauen oft anders als bei Männern. Kein Wunder, da es in der Medikamentenforschung lange üblich war diese ausschließlich an Männer zu testen und die Ergebnisse und Dosierungen einfach auf Frauen zu übertragen.
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