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06.02.2011<<< zurück

Internationaler Tag Gegen Weibliche Genitalverstümmelung

Der 6.Februar ist der Internationale Tag gegen Genitalverstümmelung. Weltweit sind 155 Mio Frauen von Genitaverstümmelung betroffen, jedes Jahr wird an 2 Mio weitere Mädchen diese grausame Prozdeur vollzogen. Und das obwohl bereits vor 10 Jahren 174 Staaten dem Cairoer Abkommen zugestimmt haben, welches das Recht auf reproduktive Gesundheit beinhaltet.

Die Beschneidung wird oft bereits im Kindesalter durchgeführt, da sich die Kinder noch nicht dagegen wehren können. Auf den Mädchen liegt ein großer gesellschaftlicher Druck, denn unbeschnitten werden sie als „unrein“ und weniger wert angesehen, es ist schwieriger sie zu verheiraten außerdem droht bei Verweigerung der Auschluss aus der Gemeinschaft.
Genitalverstümmelung ist nicht nur ein imenser Eindrang in die Privatsphäre einer Frau sondern kann auch zu lebenslangen psychischen und physischen Problemen führen.
Die Eingriffe werden meisten ohne Betäubung mit Glasscherben, Rasierklingen oder Dosendeckel durchgeführt, an sich führt schon dieses Werkzeug zu schweren Verletzungen und möglichen Vergiftungen und Infektionen.
Oft wird den Mädchen während der „Operation“ verboten zu schreien oder ihren Schmerzen anders Ausdruck zu verleihen, dies führt auch zu großen Problemen im Erwachsenenalter, da die Frauen nicht die Möglichkeit haben, ihre Gefühle und Ängste auszudrücken. Es wurde ihnen ja schon während der Genitalverstümmelung verboten.
In einigen der betroffenen Staaten wurden zwar Gesetze zum Verbot von Genitalverstümmelung erlassen, diese Verbote richten sich allerdings häufig nur an praktizerende Ärtz_innen. Dazu kommt, dass die Durchführung dieser Gestetze meisten sehr lasch ist und die Praktik trotzdem im Verborgenen weitergeführt wird.

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